Geschichte

Geschichte
  • 1521 etwa hatten die Bewohner des Ortes ,,up dem Tzwivel" - meist Arbeiter im Eisenhüttengewerbe - auf eigene Kosten eine Kapelle gebaut. Die zuständige Pfarre war Simmerath. Das Aachener Marienstift, dem die Simmerather Kirche inkorporiert war, genehmigte mit Urkunde vom 1. Oktober 1522 nachträglich den Bau und erhob ihn zur Filialkapelle von Simmerath; sobald die Dotierung für einen Weltpriester sichergestellt sei, gestattete das Aachener Stiftskapitel auch die Spendung aller Sakramente mit Ausnahme der Taufe.
  • 1559 war Peter von Lynden Kaplan der Filiale, die damals 150 ,,Kommunikanten" hatte.
  • 1575 hatte sich hier auch eine lutherische Gemeinde organisiert, die eine Zeit lang die Kapelle beschlagnahmte.
  • 1609 kam die Kapelle nochmals in den Besitz der Protestanten.
  • 1622 wurde sie aber wieder den Katholiken überlassen.
  • Mit Matthias Fabritius beginnt 1661 die Reihe der namentlich bekannten Geistlichen.
  • 1683 bauten die Protestanten eine eigene Kirche in Zweifall.
  • 1804 teilte Bischof Berdolet von Aachen Zweifall als Pfarre dem Kanton Monschau zu. Somit war es jetzt auch rechtlich selbständige Pfarre; erster Pfarrer war der seit 1803 amtierende Peter Leonard Lersch.
  • 1827 wurde die alte Bezeichnung Dekanat wieder eingeführt und unsere Pfarre gehörte von da an zum Dekanat Monschau im wiedererrichteten Erzbistum Köln.
  • Am 1. Januar 1918 kam sie zum neuen Dekanat Kornelimünster und am 18. Januar 1925 zum neu gegründeten Dekanat Stolberg, das am 30. Oktober 1973 in zwei Dekanate geteilt wurde; seitdem gehört Zweifall zum Dekanat Stolberg-Süd.


Pfarrbezirk: Stolberg-Zweifall mit Finsterau, Junkershammer und Münsterau (z. T).

Kirchenbücher von 1778 an.


Pfarre mit 1606 Katholiken HWS, 60 NWS und 143 Nichtkatholiken.


Schrifttum:
Zweifall, Wald- und Grenzdorf im Vichttal, Hrsg. H. Koch und andere, Zweifall, 1968
W. Doveren, Familienbuch St. Rochus Stolberg-Zweifall, Mskrpt. 1992.


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